Urlaub außerhalb der EU, des EWR und der Schweiz

Während einer Auslandsreise kann sich ein sofortiger Zugang zu medizinischer Versorgung jederzeit als notwendig erweisen. Um Schwierigkeiten möglichst zu vermeiden, sind verschiedene Schritte vor, während und nach dem Urlaub in Sachen Krankenversicherung zu unternehmen.

Die Gegebenheiten ändern sich, insbesondere in Bezug auf die Kostenübernahme, je nachdem, ob es sich um ein Land handelt, mit dem das Großherzogtum Luxemburg ein bilaterales Abkommen unterzeichnet hat oder nicht.

Die Länder außerhalb der Europäischen Union (EU), des EWR und der Schweiz, die jedoch mit Luxemburg ein bilaterales Abkommen unterzeichnet haben

Land Formular
Bosnien-Herzegowina LU/BiH111
Kap Verde LCV/5 (5-40)
Mazedonien Europäische Krankenversicherungskarte
Marokko L/M8
Montenegro Europäische Krankenversicherungskarte
Quebec LUX QUE 4
(nur für Studien/Entsendung)
Serbien Europäische Krankenversicherungskarte
Tunesien T/L
Türkei TR/L-3

Für diese Länder ist der Versicherte gebeten, dem Versicherungsträger des Aufenthaltsortes eine Bescheinigung vorzulegen, die seinen Anspruch auf Sachleistungen während seines Auslandsaufenthalts bekräftigt. Der Versicherungsträger vor Ort erstattet dann die während des Auslandsaufenthalts angefallenen Kosten nach den landesabhängigen gültigen Sätzen und Tarifen.   

Das vorgesehene Formular muss spätestens fünfzehn Tage vor der Abreise angefordert werden.

Aufenthaltskosten, Begleitungskosten und Rückführungen werden nicht rückerstattet.

Leistungserbringer des privaten Sektors nehmen das vorgesehene Formular nicht an. Der Versicherte muss die Kosten vorstrecken und den Antrag auf Rückerstattung an die zuständige Kasse stellen.

Da die entsprechenden Abkommen nicht die Möglichkeit eines Handelns der CNS zugunsten des Versicherten vorsehen, ist es zur Vermeidung eventueller Schwierigkeiten anzuraten, die oben beschriebene Vorgehensweise zu befolgen.

Die Länder außerhalb der Europäischen Union (EU), des EWR und der Schweiz, die mit Luxemburg kein bilaterales Abkommen unterzeichnet haben

Es handelt sich um alle anderen Länder außerhalb der Europäischen Union, die kein Sozialversicherungsabkommen mit Luxemburg unterzeichnet haben.

Im Falle einer Notfallbehandlung in einem dieser Länder, muss der Versicherte die Kosten für die erhaltenen Leistungen vorstrecken.

Rechnungen, die in diesen Ländern ausgestellt wurden, werden von der CNS oder der zuständigen Krankenkasse gemäß den luxemburgischen Sätzen und Tarife erstattet.

Für die Erstattung ist es unerlässlich, dass die Rechnungen:

  • beglichen sind;
  • ausführlich d.h. in medizinischen Fachtermini und nicht kodiert sind und
  • in einer der folgenden Sprachen ausgestellt sind: Englisch, Französisch oder Deutsch.

Im Falle einer Notfallbehandlung in einem Land, das kein Abkommen mit Luxemburg hat, werden die Aufenthaltskosten, Begleitungskosten und Rückführungen nicht rückerstattet.

Die Kosten der medizinischen Versorgung und der Versorgung im Krankenhaus können von einem Land zum anderen stark voneinander abweichen und sogar höher sein als in Luxemburg. Daraus kann sich ein erheblicher Unterschied zwischen den angefallenen Kosten und der Höhe der Kostenerstattung durch die CNS/zuständige Krankenkasse ergeben, und das zum Nachteil des Versicherten. Wenn der Versicherte eine Privat-Zusatzversicherung abschließen möchten, sollte er sich an einen privaten Versicherungsträger, der auf den entsprechenden Zusatzschutz spezialisiert ist, wenden.

Aufgepasst:

In einem Land, das ein bilaterales Abkommen mit Luxemburg unterzeichnet hat, oder in einem Drittland ohne gemeinsames Abkommen, werden jegliche entgegengenommenen Leistungen, die nicht dringend notwendig, sondern geplant ambulant sind (z.B. Sehhilfen, Zahnkronen, Zahnprothesen, einfache Sprechstunden ohne Diagnose) nicht rückerstattet.

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