Brillen

Bedingungen für die Kostenübernahme

Ärztliche Verordnung

Eine ordnungsgemäß begründete ärztliche Verordnung ist erforderlich für:

  • getönte Gläser und
  • Brillen für Kinder unter 14 Jahren, außer im Falle des Ersatzes von beschädigten Gläsern innerhalb der sechs ersten Monate nach dem Erstkauf.

Mineralgläser sind Gläser aus Glas basierend auf Naturglas. Das Material ist zerbrechlich, aber die Oberfläche ist hart und kratzfest.

Mineralglas und organisches Glas

Die übrigen Lieferungen (Mineralglas und organisches Glas, Brillengestell) können ohne ärztliche Verordnung zu Lasten der Krankenversicherung erworben werden, unter der Bedingung, dass der Versicherte auf mindestens einem Auge einen Sehfehler aufweist.

 

Organische Gläser sind Gläser aus Plastik, stoßfest aber kratzempfindlich. Für eine größere Widerstandsfähigkeit benötigen Sie eine besondere Behandlung (Härtebehandlung). Andere möglichen Behandlungen: Färbung, Antifouling Behandlung, Antireflex Behandlung, Anti-UV Behandlung usw.

Getönte Gläser

Zuschläge für getönte Gläser werden von der Krankenversicherung bei folgenden Erkrankungen übernommen:

  • chronische Konjunktivitis,
  • Kreatitis,
  • Iritis,
  • bestimmte zentrale angeborene Katarakte, einschließlich der Aphakie,
  • Glaukom,
  • Ziliarneuralgie
  • sekundäre Photophobie infolge einer Erkrankung der Retina (Netzhaut), der Chorioidea (Aderhaut) und des Sehnervs oder eines intrakraniellen Leidens,
  • Albinismus,
  • Blindheit.

Zwecks Geltendmachung bei der Krankenversicherung ist der betreffenden Rechnung die ärztliche Verordnung mit Angabe der Nummer der entsprechenden Erkrankung beizufügen.

Spezialgläser mit hohem Refraktionsindex

Die Krankenversicherung übernimmt die Kosten für zwei Gläser mit hohem Refraktionsindex (Gläser auf Titanbasis, schmaler und leichter) wenn der Versicherte auf mindestens einem Auge eine Ametropie von 6,00 Dioptrien oder mehr aufweist.

Gleitsichtgläser

Die Krankenversicherung übernimmt die Kosten für zwei Gleitsichtgläser wenn der Versicherte auf mindestens einem Auge zusätzlich +2.50 Dioptrien aufweist, sogar dann, wenn die arithmetische Summe der Fernsehkraft und des Zusatzes gleich Null ist.

 

Erneuerungsfrist

Außer im Falle einer Veränderung der Dioptrie von +/- 0,50 Dioptrien oder mehr übernimmt die Krankenversicherung lediglich alle drei Jahre für eine Sicht eine Lieferung, die aus einem Brillengestell und einem Paar Gläsern besteht.

Als Veränderung der Dioptrie von 0,50 gilt eine Änderung von +0,25 für ein Auge und -0,25 für das andere Auge.

Eine Veränderung von 0,25 Dioptrien in dieselbe Richtung bei beiden Augen gilt nicht als Veränderung der Dioptrie von 0,50.

Beispiel
Veränderung der Dioptrie
Linkes Auge
Rechtes Auge
Alte Dioptrie Neue Dioptrie Alte Dioptrie Neue Dioptrie
+2.50 +2.00 +2.50 +2.50
+2.50 +2.50 +2.50 +2.00
+2.50 +2.25 +2.50 +2.75
Keine Veränderung der Dioptrie
+2.50
+2.25 +2.50 +2.50
+2.50 +2.25 +2.50 +2.25

Die Kostenübernahme bei Kindern bis zu vollendeten 14 Lebensjahren erfolgt ohne Erneuerungsfrist.

Die erste Brille (Gläser und Gestell), die nach dem vollendeten 14. Lebensjahr erworben wird, wird von der Krankenversicherung (ohne Verschreibung) übernommen und bildet den Ausgangspunkt für die Berechnung der ersten Erneuerungsfrist von drei Jahren.

 

Als Ausgangspunkt für die Berechnung der Frist gilt das Datum der letzten Übernahme durch die Krankenversicherung und nicht das Kaufdatum.

 

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