Zahnprothesen

Prothesentyp

Herausnehmbare Zahnprothesen

Entsprechend der Befestigungsmethode unterscheidet man zwei Typen von Zahnprothesen:

  • die herausnehmbare Zahnprothese (Teil- oder Totalprothese)
  • die festsitzende Zahnprothese.

Herausnehmbare Zahnprothesen

Die Wahl einer herausnehmbaren Zahnprothese hängt von der Anzahl der zu ersetzenden Zähne und von den verwendeten Materialien ab.

Die Teilprothesen werden mit Klammern oder Verankerungen befestigt.

Die Totalprothesen funktionieren nach dem Prinzip des Anhaftens von zwei identischen Oberflächen: der dünne Speichelfilm zwischen Prothese und Schleimhaut am Gaumen erzeugt eine "Saugwirkung".

Die festsitzende Zahnprothese (Kronen, Brücken ...)

Festsitzende Zahnprothese
  • Eine Krone verstärkt einen "plombierten" Zahn, der nicht mehr ausreichend belastbar ist. Eine Krone kann auch zur Verankerung einer Brücke dienen (bridge), die einen oder mehrere Zähne ersetzt;
  • Eine Brücke besteht aus mit einer Krone überzogenen Brückenpfeilern sowie Elementen, die die fehlenden Zähne ersetzen;
  • Ein Stiftzahn ersetzt den sichtbaren Teil des Zahns vollständig und ist in der Zahnwurzel verankert.

In manchen Fällen erstellt der Zahnarzt mit einem gegossenen Metallstück, das man als den falschen Stumpf (oder inlay core) bezeichnet, eine erste Nachbildung. Dann setzt er eine Krone auf, die alles überdeckt.

 

Kostenübernahme

Genehmigung und vorheriger Kostenvoranschlag

Verschiedene Leistungen der prothetischen Zahnmedizin unterliegen einer Genehmigung durch den kontrollärztlichen Dienst der sozialen Sicherheiten. Die Leistungen die einer Genehmigung unterliegen tragen das Kürzel ACM (autorisation du contrôle médical de la sécurité sociale requise - Genehmigung duch den kontrollärztlichen Dienst der sozialen Sicherheit erforderlich). Meist tragen diese Leistungen ebenfalls das Kürzel DSD (dépassement sur devis - Überschreitung des Kostenvoranschlags).

Ein vorheriger Kostenvoranschlag ausgestellt durch den Zahnarzt ist nötig damit diese Leistungen übernommen werden können. Dieser Kostenvoranschlag ist an die CNS oder die zuständigen Kasse des öffentlichen Sektors zu richten, welche diesen dann dem kontrollärztlichen Dienst der sozialen Sicherheit zwecks Genehmigung vorlegt. Nach Stellungnahme des kontrollärztlichen Dienstes der sozialen Sicherheit sendet die zuständige Kasse gegebenenfalls den genehmigten Kostenvoranschlag zurück, welcher den Versicherten über den von der Kasse übernommenen Betrag informiert.

Im Fall der Leistungen der prothetischen Zahnmedezin mit dem Kürzel DSD (dépassement sur devis - Überschreitung des Kostenvoranschlags), kann der Zahnarzt den Tarif dieser Leistungen mit "Takt und Maß” frei festlegen und den von der Krankenkasse rückerstatteten und von der Nomenklatur festgelegten Höchstbetrag überschreiten. Auf jeden Fall ist der Zahnarzt verpflichtet, den Versicherten im Voraus mit einem detaillierten Kostenvoranschlag über die Überschreitung des offiziellen Tarifs zu informieren.

Im Prinzip muss der Kostenvoranschlag der zuständigen Kasse nur vorgelegt werden wenn die Leistung das Kürzel DSD und ACM trägt und somit eine Genehmigung des kontrollärztlichen Dienstes der sozialen Sicherheit erfordert.

Erneuerungsfrist

Festsitzende Zahnprothese

Die festen Prothesen (DB21 - DB51) werden nur alle zwölf Jahre erneuert.

Herausnehmbare Zahnprothesen

Die herausnehmbaren Prothesen (DA11 - DA45) werden nur alle fünf Jahre erneuert.

Ungeachtet vorstehender Bestimmungen können die Erneuerungsfristen durch den kontrollärztlichen Dienst der sozialen Sicherheit in den folgenden Fällen reduziert werden:

  •     MKG (Mund-Kiefer-Gesicht) Knochenbruch
  •     Neoplasie der Kiefer- und Mund-Region
  •     Behandlung mit Bisphosphonaten in sehr hoher Dosierung
  •     Zahnprothetische Behandlung vor dem vollendeten 17. Lebensjahr

Einschränkungen

Provisorische Zahnprothesen

Die Kosten für provisorische Zahnprothesen werden nur übernommen, wenn sie vom kontrollärztlichen Dienst der sozialen Sicherheit für aus funktioneller Sicht unverzichtbar erklärt wurden und das Kauvermögen unter 50% liegt.

Rebasierung

Die Rebasierung ist eine Unterfütterung der Basisplatte aus Plastik oder Metall zur Anpassung der Prothese an den Mund.

Die Kosten für die Total (DA75)- oder Teilrebasierung (DA74) einer herausnehmbaren Zahnprothese werden einmal je Zeitraum von 365 Tagen ab der zweiten Unterfütterung übernommen.

Zum letzten Mal aktualisiert am