Reisekostenpauschale

Unter Reisekostenpauschale versteht man eine pauschale Erstattung der angefallenen Kosten, ungeachtet des von der versicherten Person und gegebenenfalls einer genehmigten Begleitperson benutzten Transportmittels.

Im Falle einer Überweisung für eine vorab genehmigte medizinische Behandlung außerhalb des europäischen Kontinents hat der Versicherte Anspruch auf eine spezielle Reisekostenpauschale. Dieselbe Pauschale wird der vorab bewilligten Begleitperson nach Vorlage einer medizinischen Bescheinigung, die vom kontrollärztlichen Dienst der sozialen Sicherheit angenommen wurde, gewährt.

Die Reisekostenpauschale für die Begleitperson wird nur gewährt, wenn die Reise mit einem öffentlichen Verkehrsmittel erfolgte.

Allgemeine und besondere Bedingungen

Die Reisekostenpauschale wird dem Versicherten in folgenden Fällen gewährt:

  1. für vorschriftsmäßige Serientransporte, wenn der Transport nicht mit einem anderen von der Krankenkasse übernommen Transportmittel erfolgt. Es handelt sich um Transporte
    - in ein Krankenhaus für Chemotherapie, Radiotherapie und Hämodialyse;
    - in das nationale Reha-Zentrum (centre national de rééducation fonctionnelle et de réadaptation) oder eine Reha-Abteilung für Geriatrie oder Kardiologie eines Krankenhauses;
    - in ein Krankenhaus, wenn eine spezielle Behandlung vom kontrollärztlichen Dienst der sozialen Sicherheit genehmigt wurde;
  2. für alle genehmigten Behandlungen im Ausland. In diesem Fall wird die Reisekostenpauschale auch der Begleitperson der versicherten Person gewährt, wenn die Notwendigkeit der Begleitung durch eine vom behandelnden Arzt ausgestellte medizinische Bescheinigung attestiert wird. Für die Begleitung einer minderjährigen Person ist keine ärztliche Bescheinigung erforderlich;
  3. für die Fahrt zum kontrollärztlichen Dienst der sozialen Sicherheit nach Vorladung zum Zwecke des Erhalts einer orthopädischen Prothese.

Die Reisekostenpauschale für eine Kur im Ausland wird nicht gewährt.

Die « Datei B6 » (Anhang A der CNS Satzungen) bestimmt die Situationen, in denen die Krankenversicherung Reise- und Transportkosten übernimmt.

Modalitäten der Kostenübernahme

Die Reisekostenpauschale wird von der CNS oder von der zuständigen Krankenkasse auf ausdrücklichen Antrag des Begünstigten gewährt. Dem Antrag muss eine Kopie der Genehmigung der Behandlung im Ausland beigefügt sein.

Die Reisekostenerstattung wird immer der transportierten Person oder, wenn es sich um eine minderjährige Person handelt, ihrem gesetzlichen Vertreter ausgezahlt.

Bei Vorlage einer quittierten Rechnung, die sich auf ein Transportmittel bezieht, für welches die Voraussetzungen der Kostenübernahme nicht erfüllt sind, wird die Reisekostenerstattung dennoch gewährt, wenn es sich um eine Auslandsreise handelt.

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