Transport per Taxi

Transport per Taxi kann von der Krankenversicherung übernommen werden, wenn es sich um medizinische Serienbehandlungen handelt. Unter Transport per Taxi versteht man den Transport von Reisenden im Sinne der offiziellen Bestimmungen für Taxidienste und für Mietwagendienste mit Chauffeur.

Der Serientransport per Taxi betrifft den Pendelverkehr der versicherten Person zwischen ihrem gewohnheitsmäßigen Wohnsitz und dem Ort, an dem sie eine von der Krankenkasse gewährte geplante Behandlung erhält, die mindestens vier Behandlungstermine innerhalb eines Zeitraums von neunzig (90) Tagen beinhaltet, und zwar

  • in ein Krankenhaus für Chemotherapie, Radiotherapie und Hämodialyse;
  • in das nationale Reha-Zentrum (centre national de rééducation fonctionnelle) oder die Reha-Abteilung eines Krankenhauses für Geriatrie oder Kardiologie;
  • in ein Krankenhaus, wenn eine spezielle Behandlung vom kontrollärztlichen Dienst der sozialen Sicherheit genehmigt wurde.

 

Bedingungen für die Kostenübernahme

Die « Datei B6 » (Anhang A der CNS Satzungen) bestimmt die Situationen, in denen die Krankenversicherung Reise- und Transportkosten übernimmt. In allen Fällen, die in den Satzungen vorgesehen sind, werden die Reise- und Transportkosten nur bis zu einer maximalen Anreiseentfernung von 400 km übernommen. Ausnahmsweise kann die CNS eine Kostenübernahme von Reise- und Transportkosten bis zu einer maximalen Anreiseentfernung von 600 km genehmigen, bei Vorlage eines ausführlichen medizinischen Berichts des behandelnden Arztes und nach vorheriger Genehmigung des kontrollärztlichen Dienstes der sozialen Sicherheit.

Vorherige Genehmigung des kontrollärztlichen Dienstes der sozialen Sicherheit

Außer in dringenden und angemessen begründeten Fällen oder im Falle einer durch die CNS-Satzungen vorgesehenen und ausdrücklichen Ausnahmeregelung ist eine vorherige Genehmigung des kontrollärztlichen Dienstes der sozialen Sicherheit erforderlich für die Kostenübernahme von im Ausland angefallenen Transportkosten. Das gleiche gilt für Serientransporte innerhalb Luxemburgs.

Vorab ausgestellte medizinische Verordnung

Serientransporte per Taxi in Luxemburg und ins Ausland werden unter der Voraussetzung erstattet, dass eine durch den behandelnden Arzt auf einem speziell dafür vorgesehenen Vordruck vorab ausgestellte medizinische Verordnung, die vorab durch den kontrollärztlichen Dienst der sozialen Sicherheit genehmigt wurde - getrennt für die Hinfahrt und die Rückfahrt - die medizinischen Gründe darlegt, die gegen einen Transport mit öffentlichen Verkehrsmittel sprechen.

Von der Bedingung der Vorab-Ausstellung der medizinischen Verordnung wie auch der Genehmigung des kontrollärztlichen Dienstes wird für die Verlängerungen der Serientransporte per Taxi für Behandlungen in einem Krankenhaus für Chemotherapie, Radiotherapie und Hämodialyse abgesehen.

Einschränkungen

Serientransporte per Taxi für Behandlungen im nationalen Reha-Zentrum oder einer Reha-Abteilung für Geriatrie oder Kardiologie eines Krankenhauses werden höchstens für zwanzig (20) Behandlungstage gestattet.

 

Modalitäten der Kostenübernahme

Der Anteil der Transportkosten zu Lasten der Krankenversicherung kann direkt zwischen der CNS und dem Transportunternehmen geregelt werden wenn, auf Anfrage des Versicherten, eine Kostenübernahmebescheinigung (titre de prise en charge) vorab zum Transport von der CNS ausgestellt wurde und diese vom Transportunternehmen angenommen wurde, dies im Rahmen der vom Sozialgesetzbuch vorgesehenen Abkommen oder, sollte kein Abkommen bestehen, im Rahmen der Zulassungsvorschriften welche die Verhältnisse zwischen der CNS und dem Transportunternehmen regeln.

Die Kosten des Transports per Taxi werden nur unter der Voraussetzung übernommen, dass die entsprechenden Leistungen von einem Leistungsträger erbracht wurden, der vom Verwaltungsrat der CNS zugelassen wurde.

Die für diese Leistungen ausgestellten Rechnungen werden nur von der Krankenversicherung anerkannt, wenn sie für jede erfolgte Fahrt folgende Angaben enthalten:

  • Name des Unternehmens,
  • Nummernschild des eingesetzten Fahrzeugs,
  • Datum und Uhrzeit der Fahrt,
  • Ausgangs- und Ankunftsort,
  • Kilometerzahl und die in Rechnung gestellten Kosten.
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