Gültigkeitsdauer von Verschreibungen

Achtung: Alle verfallenen Verschreibungen und Kostenübernahmebestätigungen, die aufgrund von COVID-19 unterbrochen oder nie begonnen wurden, müssen vom behandelnden Arzt erneuert werden, um sicherzustellen, dass die Behandlung weiterhin erforderlich und angemessen ist.
Die gesetzlichen Fristen für ärztliche Verschreibungen bleiben unverändert.

Zahnbehandlungen

Die Kosten für die Total- oder Teilrebasierung (Unterfütterung der Basisplatte aus Plastik oder Metall zur Anpassung der Prothese an den Mund) einer herausnehmbaren Zahnprothese werden einmal je Zeitraum von 365 Tagen, ab der zweiten Unterfütterung, übernommen (Artikel 40 der Satzungen der CNS).

Die Zahnsteinentfernung wird nur alle sechs Monate einmal rückerstattet.

Festsitzende Zahnprothesen werden nur alle zwölf Jahre rückerstattet.

Herausnehmbare Zahnprothesen werden nur alle fünf Jahre rückerstattet.

Abweichend davon können die Verlängerungsfristen durch das ärztliche Kontrolldienst der sozialen Sicherheit in folgenden Fällen verkürzt werden :

  • Fraktur des Kiefer- und Gesichtsknochens
  • Neoplasie im Bereich des Kiefer- und Mundbereichs
  • Behandlung mit sehr hoch dosierten Biphosphonaten
  • Zahnprothetische Behandlung vor dem 17. Lebensjahr.

(Artikel 42 der Satzungen der CNS)

Krankenpflegeleistungen

Die verschriebene Behandlung muss innerhalb von 30 Tagen (Artikel 49 der Satzungen der CNS) nach dem Ausstellen der Verordnung beginnen (sofern keine gegenteiligen Angaben auf der Verordnung vorliegen).

Leistungen bei Masseuren und Physiotherapeuten

Die diesbezügliche ärztliche Verschreibung muss von der CNS befürwortet werden. Diese Zustimmung muss binnen 31 Tagen nach dem Ausstellen der Verschreibung angefordert werden. Durch diese Zustimmung erhält der Versicherte einen Schein, welcher die Kostenübernahme der Leistungen gemäß den Satzungen der CNS garantiert (Artikel 56 der Satzungen der CNS)..

Logopädische Leistungen

Die verschriebene Behandlung muss innerhalb von 6 Monaten nach dem Ausstellen der Verordnung beginnen (sofern keine gegenteiligen Angaben auf der Verordnung vorliegen).

Die diesbezügliche ärztliche Verschreibung muss von der CNS befürwortet werden, sonst werden die Kosten für logopädische Leistungen von der Krankenversicherung nicht übernommen. Diese Zustimmung muss binnen 30 Tagen nach dem Ausstellen der Verschreibung angefordert werden. Im Nachhinein erhält der Versicherte einen Schein, welcher die Kostenübernahme der Leistungen gemäß den Satzungen der CNS garantiert (Artikel 60 der Satzungen der CNS).

Hebammenleistungen

Sofern keine gegenteiligen Angaben auf der Verordnung vorliegen, muss die verschriebene Behandlung innerhalb von 30 Tagen (Artikel 66 der Satzungen der CNS), nach dem Ausstellen der Verordnung beginnen.

Psychomotorische Leistungen

Die verschriebene Behandlung muss innerhalb von 6 Monaten nach dem Ausstellen der Verordnung beginnen (sofern keine gegenteiligen Angaben auf der Verordnung vorliegen). Bei Wartefristen von über 6 Monate zählt die vorstehende Regelung nicht, unter der Bedingung, dass dies auch vom Leistungserbringer bescheinigt wird (Artikel 68 der Satzungen der CNS).

Laboranalysen

Zwei Monate nach dem Ausstellen der ärztlichen Verschreibung (sofern keine gegenteiligen Angaben auf der Verordnung vorliegen) wird dies von der CNS übernommen. Im Fall einer Aufteilung beim Ausstellen ärztlicher Leistungen, kann die letzte Ausstellung der Krankenversicherung vorgelegt werden innerhalb einer Frist von höchstens 6 Monaten ab dem Datum der Verschreibung (Artikel 75 der Satzungen der CNS).

Verschreibungen für Arzneimittel

Die Leistungen müssen innerhalb der vom Arzt gesetzten Frist ausgeführt werden oder, falls es keine Angabe dazu gibt, innerhalb von 3 Monaten nach dem Ausstellen der ärztlichen Verschreibung. Im Falle nacheinander folgender Verschreibungen von Medikamenten, kann die letzte Ausstellung der Kranken-versicherung binnen einer Frist von höchstens 6 Monaten ab der ersten Ausstellung vorgelegt werden (Artikel 94 der Satzungen der CNS).

Sehhilfen

Die Krankenversicherung übernimmt lediglich alle drei Jahre für eine Fehlsichtigkeit (kurz oder weit) ein Modell, das aus einem Brillengestell und einem Paar Gläsern besteht. Verändert sich beim Versicherten die Dioptrie um +/-0,50 oder mehr auf einem Auge oder zusammen auf beiden Augen, so gilt diese Frist von drei Jahren nicht. Wenn die Veränderung der Dioptrie beide Augen betrifft, muss sie +0,25 auf einem Auge und -0,25 auf dem anderen Auge betragen, um als Änderung der Dioptrie von +/-0,50 zu gelten. Eine Veränderung von 0,25 Dioptrien in dieselbe Richtung auf beiden Augen gewährt keinen Anspruch auf eine Rückerstattung vor Ablauf der Erneuerungsfrist von 3 Jahren.

Als Ausgangspunkt für die Berechnung der Frist gilt das Datum der letzten Übernahme durch die Krankenversicherung und nicht das Kaufdatum (Artikel 126 der Satzungen der CNS).

Außer wenn die Dioptrie sich verändert, wie in Abschnitt 1 des Artikels 126 der Satzungen definiert, oder auf Basis einer ordnungsgemäß begründeten ärztlichen Verordnung, liegt die Erneuerungsfrist bei Kontaklinsen bei drei Jahren (Artikel 128 der Satzungen der CNS).

Hörgeräte

Die Erneuerungsfrist für Hörgeräte beträgt fünf Jahre für einen Erwachsenen.

Abweichend davon wird diese Frist für Kinder und Jugendliche, die zum Zeitpunkt der Lieferung des letzten übernommenen Hörgerätes das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, auf drei Jahre verkürzt.

Die Fristen werden ab dem Lieferungsdatum berechnet, das sich auf das von der Krankenversicherung zuletzt übernommene Hörgerät bezieht.

Die Bestimmung der Erneuerungsfrist basiert auf dem Alter, das die versicherte Person zum Zeitpunkt des Lieferungsdatums des letzten übernommenen Hörgerätes erreicht hat.

(Artikel 152 der Satzungen der CNS)

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